ABC-Inseln

Wo Europa am schönsten ist

Europa und Karibik? Was geografisch betrachtet absurd anmutet, ist doch politisch gesehen Realität: die EU-Außengrenze liegt vor Venezuela.

Die drei karibischen Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao gehören zum Königreich der Niederlande. Auch wenn sie aufgrund der Nähe und der gemeinsamen Geschichte als Schwestern gelten, so können doch drei Inseln unterschiedlicher kaum sein.
Aruba - das Badeparadies mit seinen endlosen Sandstränden und der entwickelten Hotelerie gleicht dem Traum von der Karibik aufs Haar. Bonaire dagegen ist durch Korallenbänke direkt vor der Küste nicht nur bei Tauchern berühmt. Curaçao letztendlich ist nicht nur die größte, sondern auch die quirligste der drei Inseln, die jeweils etwa eine halbe Flugstunde voneinander entfernt liegen. Was liegt also näher als ein Inselhopping?
Also auf in die Karibik!
 

Aruba - One happy island

Das erste Reiseziel war Aruba. Die westlichste der drei Inseln ist von Miami aus in 2,5 Stunden zu erreichen und somit auch für US-Amerikaner ein beliebtes Ausflugsziel für den Kurzurlaub. Endlose Sandstrände und ein belebtes Zentrum der Hauptstadt Oranjestad mit ihren Casinos und Restaurants direkt am Hafen verleihen Aruba ihr typisches Flair. US-Amerikanische Urlauber und Kreuzfahrtler erleben hier ihren karibischen Traum inklusive vielseitigem Nachtleben.
Doch außer Baden im türkisfarbenen Meer, Sonnen unter tropisch-blauem Himmel und köstlichen Speisen in unzähligen Restaurants hat Aruba noch so einiges zu bieten. Schon beim Anflug ist der Hooiberg nicht zu übersehen. Auch die Nordost-Küste hält Überraschungen bereit. Die wüstenartige Landschaft wird durch bizarre Steingebilde geprägt, die das kunsthandwerkliche Geschick der Natur belegen. Überreste der alten Goldgräbersiedlung Gold Mill sind zu besichtigen. Die berühmte Natural Bridge ist zwar mittlerweile eingestürzt (entgegen Gerüchten waren keine Amerikaner daran beteiligt, sie stürzte nachts ein), aber Gesteinsformationen dieser Art gibt es noch weitere. Der Leuchtturm California Light House wies schon so einigen Seefahrern den Weg. Felsmalereien in den Guadirikiri-Höhlen zeugen von der Geschichte Arubas. Selbst eine Straußenfarm kann man besichtigen. Und natürlich nicht zu vergessen die Hauptstadt Oranjestad mit ihren Highlights an Architektur und Freizeitspaß.
Neben den Hotels direkt in der Hauptstadt liegen nahezu "um die Ecke" die Hotelzonen High Rise Area und Low Rise Area. In der High Rise Area stehen die hohen, in der Low Rise Area die kleineren Hotels.
Wir übernachteten im Manchebo Beach, einem kleinen, familiär geführten und ausgesprochen angenehmen Hotel. Mittels eines gemieteten Jeep erkundeten wir die Insel und erlebten die Freundlichkeit der Einwohner. Fangfrischer Fisch und ein fruchtiger Cocktail am Abend machten Aruba auch zu einem kulinarischen Erlebnis.

Bonaire - Divers Paradise

Ein Name läßt die Herzen aller Tauchfreunde höherschlagen: Bonaire. Die Insel ist vom Bonaire Marine Park umgeben, einer als Nationalpark geschützten und durch intakte Korallenriffe gekennzeichneten Unterwasserwelt. Hotels und selbst Autovermietungen sind voll und ganz auf Taucher eingestellt.
Für uns als Nicht-Taucher war der Washington-Slagbaai-Nationalpark ein Höhepunkt. Da alle anderen Besucher dieser Insel tagsüber buchstäblich abgetaucht waren, konnten wir den Nationalpark mit seiner Flora und Fauna in völliger Einsamkeit genießen. Leguane, Ziegen und unzählige Vögel prägen das Bild.
Doch auch die Hauptstadt Kralendijk (nur 12.000 Einwohner) sowie die Handvoll der weiteren kleinen Siedlungen sind nett anzuschauen und immer ein Besuch wert. Die Herzlichkeit der Einheimischen sowie das gemütliche Ambiente des Hotels Buddy Dive werden uns unvergeßlich bleiben.

Curaçao - Bon bini!

Bon bini! Herzlich willkommen. Wie Aruba und Bonaire trägt auch Curaçao sein Motto auf jedem PKW-Kennzeichen.
Weltberühmt geworden ist Curaçao durch die Aufnahme der Hafenpromenade von Willemstad in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Viele kennen den Namen auch durch den Likör, der hier hergestellt wird.
Curaçao ist die größte, lebhafteste und sicherlich auch "europäischste" Insel der drei Schwestern. Tauchen wird auch hier groß geschrieben, doch Willemstad, der Christoffelpark, Lagún und viele andere Perlen halten eine unglaubliche Vielfalt an Erlebnissen bereit.
Wir übernachteten im Hotel Habitat. Diese kleine Anlage liegt zwar 20 Minuten von Willenstad entfernt, dafür ist es dort sehr ruhig und abseits des Trubels. Mit einem kühlen Cocktail auf der Terrasse sitzen und dem karibischen Sonnenuntergang zuschauen - einfach nur ein Traum.

Reisetipps

Wetter. Die ABC-Inseln hören zu den "Inseln unter dem Winde". Tropische Wirbelstürme gibt es hier nicht. Sie können das ganze Jahr über bereist werden. Während der Regenzeit gibt es nur kurze, kräftige Schauer. Hauptsaison ist von November bis April. Die Temperaturen bewegen sich das ganze Jahr über bei etwa 28-30 °C, die Wassertemperatur liegt bei 26 °C.
Sprache. Die Einheimischen sprechen Papiamento, Amtsprache ist Holländisch. Die meisten der im Tourismus Beschäftigten sprechen auch Deutsch. Mit Englisch kommt man ebenfalls gut weiter.
Währung. Auch wenn die ABC-Inseln zu den Niederlanden gehören, so haben sie doch eigene Währungen. Auf Aruba gilt der Arubanische Florin, auf Bonaire und Curacao der Antillengulden. Ein Tauschen des Euros ist völlig unproblematisch an vielen Orten möglich.
Flug. Via Amsterdam kann der Urlauber die drei Schwesterinseln einfach mit der KLM erreichen -  im Vergleich mit anderen karibischen Inseln ein unschätzbarer Vorteil. Der Flug dauert etwa neun Stunden.

Erleben Sie Aruba, Bonaire und Curaçao

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