Antarktis-Erlebnis der Superlative

21 Tage Segel-Expedition mit einem deutschen Skipper auf der Segelyacht „Santa Maria Australis“

„Unsere Expeditionen handeln nicht nur vom Segeln, sondern vor allem von Entdeckungen,“ sagt der deutsche Skipper Wolf Kloss. „Unsere Segel-Expedition führt dorthin, wohin andere nicht gelangen können, zu abgelegenen Buchten und unberührten Inseln.“

Die Santa Maria Australis fasst gerade einmal 12 Personen, Sie erleben Ihr Antarktis-Abenteuer also in nahezu familiärer Atmosphäre. Und doch ist diese Segelyacht hervorragend geeignet, die Gewässer der Antarktis zu erkunden. Sie segeln durch die Drake-Passage, erkunden einige Inseln des eisigen Kontinents mit unzähligen Pinguinen und Seeleoparden, beobachten Wale und stoßen schließlich mit ukrainischen Wissenschaftlern in einer Antarktis-Station mit einem Gras Wodka an. Wieder in der Zivilisation wird Ihnen das Erlebte wie ein Traum vorkommen. Eine Reise zum geheimnisvollen weißen Kontinent. Eine Reise über den Horizont hinaus.

Preis pro Person in Einzel- oder Doppelkoje: ab 6850€
Termine: 14.01.–04.02.2012, 11.02.–03.03.2012

Die Flugpreise variieren teilweise sehr stark und sind abhängig von Fluggesellschaft und Saison. Gern unterbreiten wir hierfür ein Angebot.
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Segelyacht „Santa Maria Australis“

Die Santa Maria Australis ist eine 1998 gebaute Aluminium-Ketsch von 20 Meter Länge. 2004 wurde sie für den Einsatz in hohen Breiten umgerüstet. Die Yacht wurde entworfen und ausgerüstet, um Langstreckentörns unter komfortablen Bedingungen zu segeln. Die Santa Maria Australis besitzt das CE-Zertifikat Kategorie A (Hochsee) und wird nach der Klassifikation des Germanischen Lloyd überwacht. Höchste Sicherheit und umweltbewusster Betrieb stehen im Vordergrund. Eine Innentemperatur von 16–18°C kann eigentlich immer gewährleistet werden. Seit 2005 hat die Santa Maria Australis 12 Antarktisexpeditionen absolviert.

Die Santa Maria Australis ist für maximal 12 Personen ausgelegt (9 Mitsegler und 2 Crewmitglieder) und segelt unter deutscher Flagge mit Heimathafen Berlin.

Tourenverlauf

1. Tag: Anreise von Buenos Aires/Ushuaia oder Santiago/Punta Arenas nach Puerto Williams

a) Anreise aus Buenos Aires und Ushuaia: Am Vorabend trifft sich die Crew mit den Reiseteilnehmern in Ushuaia zu einem Informationsgespräch. Jeweils am ersten und letzten Törntag erfolgt ein kostenpflichtiger Transfer von Ushuaia nach Puerto Williams bzw. zurück nach Ushuaia.

b) Santiago und Punta Arenas: Von Punta Arenas aus bietet das Airtaxi-Unternehmen DAP einen spektakulären Flug über die Darwin-Kordillieren nach Puerto Williams an. Sie fliegen mit einer zweimotorigen Twin Otter oder der neuen Antarctica Dash nach Puerto Williams, dem Ausgangsort unserer Segelreise.

Unsere Crew wird Sie am Flughafen empfangen und an Bord begleiteten. Puerto Williams (ca. 2300 Einwohner) liegt auf der Insel Navarino und ist die südlichst gelegene Ansiedlung der Erde. Damit erreichen wir den letzten Außenposten der Zivilisation. Nach der Ankunft beziehen wir Quartier an Bord der Segelyacht. Die Kojen werden verteilt. Wir richten uns ein und verstauen das Reisegepäck. Die gemütliche Enge an Bord wird für die kommenden drei Wochen unser Zuhause sein. Die Yacht vermittelt uns Sicherheit und Geborgenheit inmitten der unberührten Wildnis. Die technischen Einrichtungen sowie die Sicherheitsvorkehrungen an Bord werden erklärt.

Die letzten Nachfahren der Feuerland-Indianer leben auf der Insel Navarino in der kleinen Siedlung Ukika. Wir können uns im „Martin-Gusinde-Museum“ über Natur und Indianer informieren oder bei einem ersten Rundgang nahegelegene Biberbauten bewundern. Im Yachtclub lassen wir bei einem Glas Pisco Sour den Tag ausklingen.

2. Tag: Leinen los

Jetzt heißt es, eine Lücke zwischen zwei durchziehenden Tiefdruckgebieten zu erwischen. Entweder geht zuerst nach Pto. Lennox oder vorbei an Kap Hoorn hinaus in die Drake-Passage.

3.–5. Tag: Grenzenlose See

Diese Tage müssen für die Überquerung dieser herausfordernden Wasserstraße angesetzt werden. Wir spüren den langen „Atem“ der südlichen Meere. Kein Land im Westen oder Osten. Hier wälzen sich die Wellensysteme ohne Unterbrechung um die Antarktis. Sturmvögel und Albatrosse sind hier zuhause – und auch wir, zumindest für einen kleinen Moment.Unsere Yacht überquert die antarktische Konvergenz. Ab jetzt müssen wir zusätzlich Eisbergwache gehen. Mit etwas Wetterglück erreichen wir rasch die alte Walfängerinsel Deception Island. Schon früher diente sie den Walfängern als Verarbeitungshafen. In ihrem noch immer aktiven Krater gewährt sie uns besten Schutz inmitten des südpolaren Eismeeres.

6. Tag: Pinguinkolonien von Port Foster

Schwarze Lavahügel rahmen die Bucht ein. Robben und Pinguine räkeln sich am warmen Strand. Der Anker fällt vor Port Foster. Am Strand befinden sich die verfallenen Reste einer Walverarbeitungsfabrik. Große Pinguinkolonien befinden sich auf der Außenseite des Kraters. Wir erklimmen den Kraterrand und besuchen mit Umsicht die dort brütenden Pinguine. Der noch tätige Vulkan erhitzt an einigen Stellen der Bucht das Meerwasser. Der Skipper lädt zum „Bade“ ein.

7. Tag: Bransfield Strait und Gerlache-Straße

Heute müssen wir früh raus. Gut 80 Seemeilen sind es bis Enterprise Island. Die Bransfield Strait, die die Süd-Shetlands vom antarktischen Kontinent trennt, wird überquert. Viele Eisberge gilt es hier zu umsegeln. Sie treiben mit der Strömung langsam die antarktische Halbinsel entlang, bis sie sich endgültig in das Weddell-Meer verabschieden. Die Gerlache-Straße verspricht ruhigere Segelei. Sie verläuft in Nordost-Südwest-Richtung zwischen dem Kontinent und den vorgelagerten Inseln. Foyn Harbour ist unser Ziel. Ein auf den Strand gesetztes altes Walfangschiff und seine kleinen zerbrechlichen Jagdboote sind Zeugen längst vergangener Zeiten.

8. Tag: Mit den Orcas zur Antarktis-Station

Die Reise entlang der Bergkette der antarktischen Halbinsel führt weiter nach Süden. In den stillen Wasserstraßen zwischen Rongé und Cuverville Island beobachten wir mit etwas Glück Orcas auf ihren Raubzügen nach Pinguinen. Auch Seeleoparden patrouillieren zwischen den Eisschollen. Oder bereits erfolgreich von der Jagd, räkeln sie sich faul auf ihren treibenden Ruhestätten. Die chilenische González Videla Antarktis-Station freut sich wie jedes Jahr auf unseren versprochenen Besuch. Lässt das Wetter und das Arbeitspensum der hier stationierten Chilenen es zu, verbringen wir den Abend mit ihnen.

9. Tag: Gletscher der Paradise Bay

Eingekesselt in die vergletscherten Berge rings herum, liegt die „Paradise Bay“ vor uns. Große Eismassen brechen von den herabströmenden Gletschern und treiben beschaulich in der Sonne. Wir manövrieren langsam zwischen ihnen hindurch. Häufig ertönt der Ruf: „Wal voraus!“ Auch Robben und Pinguine scheinen diesen beschaulichen Ort zu bevorzugen. Wir müssen weiter. Kurs SW durch die Bismarck Strait. Mal sehen, wie die Eisverhältnisse in der Le-Maire-Straße sind. Es gilt diese beindruckende, schmale Meerenge zwischen himmelstürmenden, vergletscherten Bergen zu durchsegeln. Oft erschweren treibende Eismassen den Weiterweg. Port Pleneau bietet Schutz für die Nacht. Gelingt die Durchfahrt heute nicht, versuchen wir die Nacht in Port Charcot zu verbringen und kommen morgen zurück.

10.–11. Tag: Argentine Islands

Die Argentine Islands sind unser nächstes Ziel im Süden. Die wissenschaftliche Wernadski-Station, bis 1996 britisch, bot in ihrer Pinguin-Bar immer ein gutes Stout. Jetzt beherbergt sie ein ukrainisches Forschungsteam. Ein Glas Wodka mit unseren Freunden ist angesagt. Sofern die Eisverhältnisse uns bis hierher kommen ließen, ist dies mit 65 Grad 25 Minuten unser südlichster Punkt. Weiter vorzustoßen ist nur in besonders eisfreien Jahren möglich. Ab hier verlaufen sich die vorgelagerten Inseln. Die großen Eisberge der offenen See gelangen ungehindert bis an den Küstenschelf und stranden hier. Eine Weiterfahrt verlangsamt sich erheblich, bis hin zum Festsitzen zwischen ihren Massen.

12. Tag: Petermann Island

Morgens halten wir vor Petermann Island. Adelie- und Eselspinguine drängeln sich in einer Kolonie zwischen den Felsen. Der Weg zurück führt wiederum durch die Le-Maire-Straße. Hatten wir gestern kein Fotowetter, so haben wir es hoffentlich heute. Mit Nordkurs führt unser Weg nach Port Lockroy auf Wiencke Island. Museum, Poststation, Souvenirladen, eine Kolonie Eselspinguine, ein Walskelett schön sortiert an Land. Hier können wir langersehnte „Lebenszeichen“ senden und begehrenswerte Andenken erstehen.

13. Tag: Anvers Island

Dorian Bay liegt gleich um die Ecke. Eine englische unbewohnte Versorgungs- und Schutzhütte vermittelt uns einen Eindruck der vergangenen „heroischen Zeit“. Eine atemberaubende Kulisse bietet sich vor ihrer Terrasse aus. Vor uns erhebt sich der Mount Frances auf Anvers Island, der höchste Berg dieser antarktischen Insel.

14. Tag: Majestätische Klippen im Neumayer-Kanal

Durch den Neumayer-Kanal zwischen den den steilen Bergen von Anvers Island und Wiencke Island zieht die SANTA MARIA AUSTRALIS ihren ruhigen Kurs durch die polaren Gewässer. Zurück in der Gerlache-Straße biegen wir kurz darauf nach Backbord in die Dallmann Bay. In dieser trichterförmigen Meeresbucht liegen die Melchior Islands wie hingewürfelt. Es gibt einen wunderschönen, ruhigen Ankerplatz zwischen ihren flachen, schärenartigen Inseln.

15. Tag: Melchior Islands

Hier wollen wir uns auf die Rückreise über die Drake-Straße vorbereiten.

16.–18. Tag: Offenes Meer

Wieder auf See. Die beruhigende, doch niemals langweilige Eintönigkeit des offenen Meeres hat uns wieder aufgenommen. Nach den aufregenden, erlebnisreichen Fahrten der letzten Tage bietet sich jetzt Zeit, die Eindrücke zu reflektieren.

19. Tag: Wieder zurück!

Die SANTA MARIA AUSTRALIS mit ihrer erfolgreichen Crew ankert an einem sicheren Platz. Antarktis, Drake-Passage und Kap Hoorn liegen hinter uns. Die Anspannung der letzten Tage weicht der Freude über den gelungenen Törn.

20. Tag: Puerto Williams

Fahrt nach Puerto Williams. Wir haben einen Grund zum feiern. Drei Wochen vollgepackt mit eindrucksvollen Erlebnissen liegen hinter uns. Es wird eine Weile dauern, bis alle Eindrücke verarbeitet sind.

21.Tag: Rückreise nach Ushuaia/Buenos Aires oder Punta Arenas/Santiago

Am Morgen erfolgt die Abreise über

a) Ushuaia und Buenos Aires: Überführung mit der Yacht oder alternativem Transportmittel nach Ushuaia. Ankunft gegen Nachmittag.

b) Punta Arenas und Santiago: Die schon vertraute Twin Otter oder Dash bringt Sie wieder zurück nach Punta Arenas.

In den Leistungen enthalten:

Transfers und Exkursionen wie beschrieben; Übernachtung und Vollpension (drei Mahlzeiten) an Bord, Hafengebühren und Steuern

Nicht in den Leistungen enthalten:
An- und Abreise nach Puerto Williams, Hautpflegeprodukte, spezielle Kost (z.B. Diät), Trinkgelder, persönliche Ausgaben, evtl. Ausreisegebühren

Hinweise zur Segel-Expedition:

An dieser Segel-Expedition kann jeder teilnehmen, der in körperlich guter Verfassung ist sowie Mannschaftsgeist aufweist. Schließlich werden Sie über längeren Zeit mit den anderen Reiseteilnehmern auf engem Raum zusammen sein. Auch die lästigen Küchenarbeiten und die Navigationsüberwachung wollen erledigt werden. Segel-Kenntnisse sind nicht erforderlich.

Die beschriebene Route kann nach dem Ermessen des Kapitäns geändert werden. Wir behalten uns das Recht vor, die Strecke aufgrund der Witterungsbedingungen, der Verfügbarkeit von Ankerplätzen,  politischen Bedingungen und andere Faktoren ohne Rücksprache mit den Teilnehmern zu ändern. Es wird davon ausgegangen, dass eine solche Entscheidung im besten Interesse aller Beteiligten an Bord und im Hinblick auf die Sicherheit des Schiffes getroffen wird. Die Teilnehmer haben kein Recht auf Reklamation oder Rückerstattung im Falle einer unvermeidlichen Änderungen der Reiseroute.

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Reisearten

Privat-Rundreise
Sie reisen ab 2 Personen mit Ihrem persönlichen Reiseleiter. Das Programm wird nach Ihren Wünschen zusammengestellt.

Mietwagenrundreise
Sie reisen mit Ihrem Mietwagen, die Hotels sind für Sie bereits gebucht.

Gruppenrundreisen
Sie reisen in einer meist kleinen Reisegruppe.

Reisebausteine
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